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Johannes Kepler

Johannes Kepler

Weil 1571 -
Regensburg 1630


Der Astronom und Mathematiker Johannes Kepler wurde am 27. Dezember 1571 in Weil (Würtemberg) geboren und verstarb am 15. November 1630 in Regensburg. Nach einigen Schulwechseln aus versch. Gründen begann er sein Studium 1589 an der Schwäbischen Hochschule Tübingen. Dort lernte er vor allem bei dem Mathematiker und Astronom Michael Mästlin, der ihn mit dem kopernikanischen Weltbild vertraut machte.
Im August 1591 erwarb Johannes Kepler die Magisterwürde. Anschließend widmete er sich mehr der Theologie, die ihm besonders von dem Polemiker Stephan Gerlach und dem Exegeten Matthias Hafenreffer näher gebracht wurde. Im dritten Studienjahr der Theologie erhielt Kepler einen Ruf an die Universität Graz, wo er ab März 1594 lehrte.
In den Jahren 1595-99 schuf er neben seiner Lehrtätigkeit 5 Landschaftskalender, deren Erstellung zu einer seiner Hauptaufgaben als Mathematicus zählten. Durch seine treffenden Voraussagen für das Jahr 1594 (kalter Winter, Türkeneinfall), wurde Johannes Kepler auch als Astrologe schnell berühmt.
1596 erschien sein "Mysterium cosmographicum" (das Weltgeheimnis), das in spektakulärer Weise das kopernikanische System mit den fünf platonischen Körpern verknüpfte. Tycho Brahe, der bereits durch diese Werk auf ihn aufmerksam wurde, holte ihn 1600 unter Kaiser Rudolph II nach Prag. Dort erschienen im Herbst 1604 die "Silvae chronologicae", 1605 die Betrachtungen über den neuen Stern im Ophiuchus sowie 1607 die Schrift über den in diesem Jahr erschienenen Kometen.
Die "Astronomia nova" mit der Entdeckung des ersten und zweiten keplerschen Gesetzes zog schließlich eine Quintessenz, in welcher er als erster Brennpunktgleichungen für die Kegelschnitte aufstellte.

1618 erschien Johannes Keplers drittes Gesetz der Planetenbewegung, in dem er den Zusammenhang zwischen den Umlaufzeiten und den mittleren Abständen der Planeten entdeckte. Dies Gesetz findet sich in "Harmonices mundi" (1619). In seinem Werk "De Stella Martis" (1609) behandelt Kepler die Anziehungskraft zwischen Erde und Mond und weist den Einfluß des Mondes auf Ebbe und Flut nach.
1611 erfindet Johannes Kepler das astronomische Fernrohr, genannt Kepler'sches Fernrohr. In diesem Zusammenhang werden die Begriffe Prisma, Linse und Meniskus zum ersten Mal aufgestellt. Nachzulesen ist dies in seiner Dioptrice, in der er die geometrische Optik behandelt.
Weiter zu nennen ist, daß Kepler eine vollständige und richtige Theorie von dem Nutzen der Brille entwarf und den Durchgang der Lichtstrahlen durch brechende Medien untersuchte. Johannes Kepler bestimmt die astronomische Strahlenbrechung und stellt Formeln dazu auf, die 1661 von J. D. Cassini auf geometr. Wege vervollständigt wurden.
Seine "Tabulae Rudolphinae" erschienen 1627 nach langer Verzögerung im Druck. Bereits seit 1601 arbeitete Kepler an der Erstellung eines Tafelwerkes mit Sonnen-, Mond- und Planetenörtern. Durch die 1614 von Napier neu entdeckten Logarithmen gelang es ihm schließlich, die aufwendigen Berechnungen für die "Tabulae" durchzuführen, die für die folgenden 200 Jahre als Grundlage vieler astronomischer Berechnungen galten.
Sein Beitrag zur Entstehung der modernen Infinitesimalrechnung beruht u. a. auf seiner wichtigsten Schrift zur Mathematik, der "Nova stereometria doliorum vinariorum" (1615), in der er Flächen und Volumina mit Hilfe von Indivisibilien berechnete (keplersche Fassregel).
1628 trat er als Mathematiker in die Dienste von A. von Wallenstein und ließ sich in Sagan (Schlesien) nieder. Sein letzte Werk gibt in einer utopischen Beschreibung das Leben von Mondbewohnern wieder (Somnium seu astronomia lunaris, 1634).

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